Frage aus der Kategorie: Allgemeine Fragen zur TNF-alpha-Therapie bei rheumatischen Erkrankungen
Zum ersten Teil der Frage:
„… Nun haben wir viel im Internet recherchiert und haben die Aussage eines Immunologen aus den USA entdeckt, der meint, dass, wie bei allen Autoimmunerkrankungen, ein ungünstiger Einfluss auf die Fruchtbarkeit zu sehen ist. d.h. er meint, dass die Spermien von der negativen cytokinen Umgebung auch negativ beeinflußt werden.
Weiter meint er, dass Anti-TNF-alpha-Medikamente sowohl die eigentliche Autoimmunkrankheit als auch die Spermienqualität positiv beeinflussen würden.
Ich verstehe zwar nicht so viel davon, aber mir kommt dies logisch vor, wenn die entzündlichen Prozesse im Körper reguliert werden, dann doch sicher auch bei den Spermien.
Denken Sie auch, dass dies möglich sein kann? …“
Antwort:
Es gibt in der Tat eine Reihe von Untersuchungen, die auf einen Zusammenhang zwischen Autoimmunerkrankungen und einer verminderten Fruchtbarkeit hindeuten. Dies gilt sowohl für den Mann als auch für die Frau. Experimentelle Untersuchungen deuten dabei darauf hin, daß die verminderte Fertilität (Zeugungsfähigkeit bzw. Unfruchtbarkeit) über Zytokine (Botenstoffe) vermittelt wird. Dabei spielt das Zytokin TNF-alpha offensichtlich eine bedeutsame Rolle.